— Was seit Mitte September dazukam — und was dabei kaputtging
Mitte September hat mir ein Nutzer geschrieben, dass die App „unübersichtlich und überfrachtet" wirkt und dass er sich erst vorstellen muss — Alter, Größe, Gewicht —, bevor sie ihm überhaupt hilft. Fünf Punkte in sechs Sätzen, alle richtig. Daraus wurden zwei Dinge: ein Erststart-Assistent, der Körperdaten und Pausenzeit in vier Schritten abfragt statt sie irgendwo zu verstecken, und ein Rückblick unter jeder Übung — „Letztes Mal: 80×8, 80×8, 75×6" —, damit man beim nächsten Satz weiß, woran man sich misst.
Dazu, seit ein paar Tagen: Mit Konto sichert die App jetzt von selbst, wenige Sekunden nachdem sich etwas ändert. Bis dahin ging das nur auf Knopfdruck. Wer der neuen Beschreibung dieses Verhaltens noch nicht zugestimmt hat, bekommt die automatische Sicherung bewusst nicht — das ist kein Bug, sondern Absicht: eine Zusage, die sich inhaltlich ändert, braucht eine neue Zustimmung, nicht die alte, die etwas anderes versprochen hat.
Die Startseite ist jetzt die Landingpage, die App liegt unter /app. Für sich genommen eine technische Verbesserung — bis mir aufgefallen ist, dass genau für diesen Umbau eine Rechtsprüfung vorgeschrieben war, und ich sie schlicht übersehen hatte. Ich habe sie nachträglich nachgeholt statt vorher. Das Ergebnis war unbedenklich, aber „zum Glück unbedenklich" ist kein Verfahren, sondern Zufall mit gutem Ausgang. Für mich die Lehre aus den letzten vier Wochen: eine Checkliste, die ich mir selbst geschrieben habe, nützt nur, wenn ich sie auch lese, bevor ich auf Deploy drücke — nicht danach.
Und dann, am 7. Oktober, eine Kehrtwende: Ich bin zurück zu dem Preismodell, das ich am 25. September verworfen hatte. Konto ist jetzt ab dem ersten Training Pflicht, vier Wochen kostenlos testen, danach kostet das weitere Eintragen neuer Sätze und der Rückblick über mehrere Blöcke hinweg einmalig 12,99 €. Ausgelöst hat das ein Nutzer, der mir schrieb, dass er genau dieses Modell erwartet hatte; dazu kam meine eigene Einschätzung, dass der Rückblick allein zu wenig ist, um einen Preis zu rechtfertigen. Im September hatte ich das Modell aus drei Gründen verworfen, und die waren berechtigt: Der Blockzähler lief pro Programm, zehn Programme hätten zehn kostenlose Blöcke bedeutet. Der Blockabschluss war ein freiwilliger Knopf, den niemand drücken musste. Und eine Lizenz am Konto widersprach meiner eigenen Werbung mit „ohne Konto". Diesmal löse ich alle drei: Die Testphase hängt an Kalendertagen seit der Kontoerstellung, nicht an Blöcken oder Programmen. Es braucht keinen Knopf mehr, jeder App-Start vergleicht einfach das Datum. Und das Konto ist jetzt ohnehin ab dem ersten Training Pflicht, die Lizenz hat also etwas, an dem sie hängen kann. Was dabei bleibt: Schon eingetragene Daten kann man immer lesen und exportieren, auch ohne zu kaufen.
Noch am selben Tag habe ich die Landingpage überarbeitet — gestaffelter Einflug, Doppelrand, eigene Schrift, eine Zähl-Animation auf dem Score. Das brachte einen Fehler mit, der mir erst durch eine Nutzermeldung auffiel: „auf der Landingpage erscheint jetzt nur noch das Anmeldefenster?" Der Grund lag tiefer als die neue Gestaltung: Ein Redirect vom Start des Monats schickte jeden Besucher mit lokalen Trainingsdaten automatisch von der Startseite direkt in die App. Das war richtig, solange die App ohne Konto nutzbar war. Seit der Konto-Pflicht vom selben Tag landete derselbe Besucher aber nur noch vor dem Anmeldeformular — und zwar jeder, der die App vorher schon einmal geöffnet hatte, also der Normalfall. Behoben, indem die Bedingung für den Redirect entfernt wurde; zwei weitere Reste aus der alten „Konto optional"-Zeit fanden sich dabei gleich mit und wurden mitkorrigiert.






